Der renommierte Paarforscher John Gottman hat über Jahrzehnte beobachtet, welche Kommunikationsmuster Beziehungen besonders belasten. Er beschreibt vier Verhaltensweisen, die, wenn sie sich häufen, ein Warnsignal für die Beziehung sind.
Kritik: Der Unterschied zwischen einer konkreten Beschwerde („Du hast vergessen, den Müll rauszubringen“) und einem grundsätzlichen Vorwurf an die Person („Du denkst nie mit“). Kritik greift den Charakter an, nicht das Verhalten.
Verachtung: Sarkasmus, Augenrollen, Herabsetzen — laut Gottmans Forschung der stärkste Vorhersagewert für Trennungen. Verachtung signalisiert: Ich sehe auf dich herab.
Rechtfertigung: Sich verteidigen, statt zuzuhören. Fühlt sich im Moment schützend an, verhindert aber echtes Verstehen.
Mauern: Sich innerlich zurückziehen, abschalten, nicht mehr reagieren. Oft eine Überforderungsreaktion — fühlt sich für den anderen aber wie Ablehnung an.
Die gute Nachricht: Diese Muster lassen sich erkennen und verändern. Der erste Schritt ist oft, sie überhaupt bei sich selbst wahrzunehmen — nicht beim Partner oder bei der Partnerin zu suchen. In ElternCoaching arbeiten wir unter anderem an Konzepten, um Paaren wieder zu einer Kommunikation zu verhelfen, die verbindet statt trennt.